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Das fängt ja gut an

Wirklich. Zuerst is der Presseausweis auf meinen Namen nicht da, dann spinnt der Drucker, um ihn nochmals auszudrucken und das war erst der Anfang. Beim Eröffnungsfilm Klute in der Spätvorstellung immer wieder eingenickt. Auch am nächsten Tag geht es mir bei zwei Filmen nicht anders und einmal steh ich sogar vor den falschen Kinotüren. Es kann also nur besser werden - in den nächsten elf Tagen. Und trotzdem: Sobald sich die letzten Gäste in die feinen Polstersessel haben fallen lassen, sobald das Licht ausgeht und das Quietschen des jahrelangen Viennale-Intros ertönt, dann hat das Ganze was altbekannt Heimeliges.


Qingmei Zhuma (Taipei Story)

Zum Auftakt einen Klasiker nachholen, nämlich ein Werk des 2007 verstorbenen Edward Yang aus 1985. Ein Augenzufallkandidat, was bei weitem nichts über die Qualität des Filmes aussagt.

Ein toller, ruhig erzählter Film über Entfremdung und Einsamkeit. Das zentrale Paar driftet immer mehr auseinander, Karriere, Alltagsleben, Alltäglichkeiten. In der Hauptrolle ein toller Hou Hsiao-hsien, dessen Film Le Voyage de Ballon Rouge ebenfalls bei der Viennale '07 zu sehen sein wird.


Fay Grim

Fay! So beginnt ein Gutteil der Sätze im neusten Film von Hal Hartley. "Be confused", stimmt dieser das Publikum mit wenigen Worten auf den Film ein, was den Zuschauer nach und nach doch beruhigt - wird die Farce auf Spionage-Filme doch zusehends undurchsichtiger. Immer mehr Spione und Interessenten gesellen sich um die hübsche Fay, die auf der Suche nach der wirklichen Identität ihres verschollenen Mannes dessen Notitzbücher zurückzuholen versucht.

Terrornetzwerke, Länder, die Fay erst auf dem Globus finden muss, Intrigen und falsches Spiel - eine mit packendem Humor und frischer Herzlichkeit erzählte Geschichte, die es am 21. Oktober nochmals um 23:00 Uhr im Gartenbaukino zu sehen gibt.


Killer of Sheep

Und zum Abschluss des Kinotages nochmals ein Klassiker - Charles Burnetts Juwel aus dem Jahre 1977, das aufgrund ungeklärter Musikrechte bisher nur selten zu sehen war. In fast dokumentarischer Manier zeigt Killer of Sheep den Alltag von Stan, einem Schlachthausarbeiter. Der Fokus scheint dabei zunächst beliebig: spielende Kinder, Treffen mit Freunden, Szenen mit seiner Frau und aus seiner Arbeit. Doch nach und nach zeichnet sich ein Bild, überträgt sich eine Stimmung, die sich wahrscheinlich mit anderen Mitteln nicht erreichen hätte lassen.

Zu sehen gibt es Killer of Sheep noch einmal am 24. Oktober um 23:00 Uhr im Gartenbaukino.

Morgen zu lesen: Hermes Phettberg, Elender (Kurt Palm), Hamilton (Matthew Porterfield) und Pas Douce (Jeanne Waltz)
21.10.07 14:18


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