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Tag 12 - das Ende der Viennale

Jetzt ist er da, der letzte Tag. Anfangs noch gefürchtet, bin ich auch wieder froh, meinen Alltag wiederzuhaben. So viele gute Filme auf einem Fleck versammelt gibt es nur selten, trotzdem ist es anstrengend und zeitbeanspruchend sich jeden Tag mehrmals ins Kino zu setzen und irgendwann bleibt auch der Genuss auf der Strecke. Am Abschlusstag wieder nur einen Film eingeplant, die Termine des Abseitsviennalelebens strecken ihre ersten Fühler aus und mehr ist leider nicht drin. Schade, ich hätte gerne noch den Abschlussfilm gesehen: Yella von Christian Petzold.

Moi, Pierre Rivière, ayant égorgé ma mère, ma soeur et mon frère...

Mein persönlicher Abschlussfilm stammt von René Allio. Am 3. Juni 1835 ermordete Pierre Rivière in Aunay (Normandie) mit einer Sichel seine Mutter, seine Schwester und seinen Bruder. Michel Faucoult greift die Geschichte in den 70ern auf und schreibt ein Buch, das Allio 1976 als Vorlage für seinen Film dienen wird. Der wichtigste Strang der Erzählung funktioniert über Pierres Memoire, in dem er im Gefängnis haargenau die Umstände, die schlussendlich zur Tat führten, schildert.

Allio drehte in der Normandie, mit Bauern aus der Umgebung. Neben der Illustration des von Pierre aus dem Off gelesenen Memoires gibt es einfache Erzählstrecken: Verhöre, Zeugen- und Nachbarnbefragung, die Gerichtsverhandlung, was gemeinsam ein feines und Hintergründe aufzeigendes Bild der Geschehnisse zeichnet; natürlich, authentisch und nachvollziehbar. Jahre später fährt der damalige Regieassistent Nicolas Philibert noch einmal in die Region, um die Leute aus Allios Dreh zu suchen und erneut mit ihnen an dieser Geschichte zu arbeiten. Retour en Normandie heißt der Film und ist demnächst im Kino zu sehen.

Bilanz und Preise

Zum Abschluss noch eine kurze Bilanz: erneuter BesucherInnenrekord mit rund 91.700 BesucherInnen, 126 ausverkaufte Vorstellungen, eine Gesamtauslastung von 79,2%, erfolgreiche Personalen zu Jane Fonda und Stephanie Rothman und ein unter den Erwartungen gebliebenes Special zu Danny Williams. Zumindest mal zahlenmäßig gut gelaufen, würd ich sagen. Die Viennale hat zwar keinen Wettbewerb wie beispielsweise Berlin oder Cannes, dennoch werden drei Preise vergeben, die an folgende Filme gingen:

Wiener Filmpreis*: Rule of Law, Susanne Brandstätter, A 2006
Standard Publikumspreis: Rubljovka – Straße zur Glückseligkeit, Irene Langemann, D 2007

FIPRESCI-PREIS (Preis der internationalen Filmkritik): Shotgun Stories, Jeff Nichols, USA 2007

* (Filme, die seit der Viennale 2006 ihren Start hatten oder bei der Viennale 2007 gezeigt wurden)

Und was bleibt? Neben den vielen schönen Erinnerungen und dem kleinen Vorsprung im kommenden Kinojahr schon die Vorfreude auf das, was die Viennale wohl 2008 zu bieten hat. Trotz noch anhaltender Ermüdung nach knapp 30 Filmen freu ich mich schon wieder aufs nächste Jahr.

Man sieht sich - bei der Viennale 2008!
31.10.07 21:15
 


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