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Dance to the Spirits

„Ein Werbefilm für einen Geisterheiler“ wurde der Film beim anschließenden Gespräch mit Regisseur Ricardo Iscar zusammengefasst. In „Dansa als esperits – Dance to the Spirits“ begleitet der Spanier den Medizinmann, Arzt und Geisterheiler Mba Owona Pierre in sein Dorf am Rande des Dschungels in Kamerun. Dort hat er ein „Hospital der Geister“ eingerichtet, in dem er psychisch kranke Menschen behandelt. Als „Krankheiten der Nacht“ werden solche Störungen zusammengefasst und im Sinne der traditionellen Medizin zu heilen versucht.


Iscar begleitet Mba beim Sammeln von Wurzeln, Rinden und Kräutern in den Wald, beobachtet ihn im Umgang mit seinen Patientinnen und lässt ihn aus seinen philosophischen Notizen zu Religionen oder Medizin vorlesen. Vorgegebene Themen wie Iscar später erzählt, der Inhalt stammt jedoch zur Gänze von Mba selbst, der traditionelle und moderne Medizin gerne vereint sehen würde. Man lauscht den Geschichten der Mädchen des Dorfes über die Stadt, die einen verhext, und jenen Mbas über seinen Unfall, den er auf wundersame Weise als einziger überlebte. Im dampfenden Kessel werden Kräuter für eine Massage gekocht, mit Rasierklingen kleine Wunden geritzt und mit einer eigenartigen Salbe eingerieben und am Höhepunt des Filmes findet sich Iscar mitten in einer Tanzzeremonie, die ein Mädchen heilen soll. Wirres Getanze, Schreie, Trommeln und glühende Kohlen – was ist hier Schauspiel und was ist echt?


Iscar bewertet nicht und überlässt dem Publikum, was es schlussendlich glauben will. Heilungserfolge werden ebensowenig thematisiert wie die Geschichte des Geisterheilers selbst. Ihn habe das Anthropologische interessiert, weshalb er bewusst mit Anthropologen Kontakt aufgenommen habe und so zu Medizinmann Mba gelangte. Drei Jahre habe es gedauert, um Geld für den Film aufzutreiben (ein Großteil stammt von der Produzentin selbst), der die ZuschauerInnen mit auf eine außergewöhnliche Reise nimmt.

Noch einmal zu sehen am 24. Oktober um 18.30 Uhr in der Urania.

23.10.10 17:50
 


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