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viennale 2009

So schnell kann’s gehen...

... und schon ist die Viennale vorbei. Für mich zumindest. Den letzten Tag habe ich mit drei Filmen gefüllt, von denen „Burma VJ“ wohl der beeindruckendste war. Vielleicht sogar der beeindruckendste Film des gesamten Festivals. Aus Burma dringen nur wenige Informationen in den Rest der Welt, der Staat wird von den Generälen perfekt abgeschottet, was ihnen absolute Macht verleiht. Fast. In der Dokumentation von Anders Høgsbro Østergaard lernen wir Reporter kennen, die Abseits der gängigen Kanäle und unter Einsatz ihres Lebens Bilder aus ihrem Land einfangen und über unterschiedliche Wege aus dem Land schmuggeln. Die Bilder gelangen nach Nordeuropa, von wo aus wieder nach Burma zurück gesendet wird. Der Kanal ist bei der Bevölkerung sehr beliebt. DVB nennt sich das Netzwerk unter der Führung des 27-jährigen Joshuas, das auszieht und die Aufstände im September 2007 zu dokumentieren. Sie packen die Kameras in Plastiktaschen (wir lernen viele von innen kennen) oder klemmen sie sich unter den Arm und nehmen an Demonstrationen teil. Sind vorne mit dabei, wenn wichtige Oppositionelle verhaftet werden, als die Mönche Burmas sich dem Protest anschließen und auch diese schlussendlich ins Schussfeld der Armee gelangt.


Der Film ist 85 Minuten Gänsehaut, zeigt ein Problem so unmittelbar, dass es Betroffenheit auslöst, die man nicht erwartet hätte. Die Protagonisten begeben sich aufgrund ihrer Vision eines besseren Landes in Lebensgefahr, dokumentieren die unglaubliche Macht und Unterdrückung von Seiten der Generäle und das mit einer beneidenswerten Hoffnung. Man selbst sitzt im Kinosessel, fiebert mit (sofern man sich nicht mit dem Thema beschäftigt hat und den Ausgang kennt) und geht mit dem unguten Gefühl aus dem Kinosaal, doch etwas tun zu müssen. Eindeutig ein Anwärter für den besten Dokumentarfilm der Viennale ’09.
Mirjam Bromundt am 2.11.09 22:23


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